Welcher Zelltyp ist der Richtige für Aufdach-Anlagen ?

N-Typ: Durch die Umstellung der Dotierung des in den Solarzellen enthaltenen Siliziums vom sogenannten «p-Typ» auf den «n-Typ» werden die Wirkungsgrade von Solarzellen zusätzlich erhöht. Dies verlängert ausserdem die Haltbarkeit der Solarmodule und ermöglicht die Herstellung leistungsstarker «bifazialer» Solarmodule, die auf beiden Modulseiten effizient Strom generieren können.

N-Typ-Solarzellen gibt es in unterschiedlich aufgebauten Varianten, wobei «TOPCon» gegenüber «Heterojunction» (HTC) und «IBC» die mit Abstand grösste Verbreitung hat. Branchenkenner erwarten eine rasante Umstellung der Fertigungslinien. Bereits im Jahr 2024 könnten 70 Prozent aller hergestellten Solarzellen vom n-Typ sein. Aufgrund der erhöhten Komplexität des Herstellungsverfahrens sind die Erfahrung des Herstellers und die Kontrolle der Qualität geeignete Auswahlkriterien.

Monokristalline Solarzellen – Waren bis 2023 der Stand der Technik: Monokristalline Module erreichen im Dachsegment heutzutage bis zu 430 Wp Leistung. Im Gespräch werden sie häufig in ihrer Kurzform als „Mono” bezeichnet. Die leistungsstarken und hochwertigen monokristallinen Solarzellen haben sich im Bereich der Aufdach- und Freiflächenanlagen durchgesetzt, da die Herstellungskosten durch vollautomatisierte Herstellungsprozesse deutlich gesenkt werden konnten. 

Heute sind die N-Typ-Solarzellen TOPCon die richtige Wahl.

Nennleistung und Alterung

Angegeben wird die Leistung in Watt Peak (Wp). Das englische ‘Peak’ bedeutet Gipfel und ist die maximale Leistung, die ein Solarmodul unter normierten Laborbedingungen erreicht.

Die Leistung von Solarmodulen mit Standardformat (ca. 1 m x 1,75 m) liegt heutzutage in einem Bereich zwischen 380 und 450 Watt, wobei die leistungsstärksten Solarmodule deutlich teurer sein können.

 Solarzellen unterliegen einer technisch bedingten Alterung (Degradation). Bei kristallinen Zellen entstehen durch die Degradation nur minimale Leistungsverluste. Hersteller garantieren oft, dass Solarmodule nach 20-jährigem Betrieb noch eine Leistung von 80 bis 85 Prozent der Nennleistung produzieren.

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